Digitale Transformation: Umfrage von IDD und neuland zeigt Defizite in der Qualifizierung

Die IDD hat gemeinsam mit neuland 300 mittlere und große Unternehmen zum Stand der Digitalen Transformation und zur Aus- und Weiterbildung befragt. Für beide Themen gilt: Anspruch und Wirklichkeit liegen noch zu weit auseinander.

1. In den Köpfen angekommen

Kein Zweifel, das Bewusstsein für die digitale Revolution ist mittlerweile sehr ausgeprägt. Fast alle Befragten – 94 Prozent –halten die Digitalisierung für notwendig, damit ihre Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben. Und das nicht in ferner Zukunft, sondern jetzt: 86 Prozent geben an, dass die Digitale Transformation in ihrer Branche bereits heute eine relevante Rolle spielt, und fast ebensoviele – 82 Prozent – haben ihre Geschäftsstrategie an die digitale Zeit angepasst.

2. Licht und Schatten

Aber entspricht diese Einsicht auch den Fähigkeiten? Zwar sehen sich  71 Prozent auf die Herausforderung der Digitalisierung gut vorbereitet, aber wenn man etwas tiefer schürft, offenbaren sich Defizite: Nur 37 Prozent schätzen ihre Bemühungen, die Digitalisierung in ihren Unternehmen voranzutreiben, als „sehr intensiv“ ein. Gleichzeitig berichten 61 Prozent, dass in ihren Häusern viele Fragen der Digitalen Transformation noch nicht gelöst sind. Zudem fällt auf, dass nur jedes fünfte Unternehmen über eine Person verfügt, die für das Thema Digitalisierung verantwortlich zeichnet.

3. Großer Bedarf an Qualifizierung

Von optimalen Voraussetzungen für die Digitale Transformation kann in vielen Unternehmen also nicht die Rede sein. Im Durchschnitt ist zwar jeder zweite Mitarbeiter für den digitalen Wandel qualifiziert, aber ist nicht die Regel: So berichtet jeder fünfte Studienteilnehmer, dass lediglich zehn Prozent seiner Belegschaft ausreichend auf die Digitalisierung vorbereitet ist. Kein Wunder, dass sich ausgeprägter Wille zur Aus- und Weiterbildung zeit. 90 Prozent zeigt – sowohl für Mitarbeiter wie für Führungskräfte.

4. Unzufriedenheit mit den Angeboten

Der Bedarf an Qualifierung  liegt auf der Hand. Mit Blick auf den Markt formulieren die Unternehmen jedoch eine umfangreiche Mängelliste. Sie kritisieren „fehlende Informationsmöglichkeiten“, das unübersichtliche Angebot sowie die Qualität der Inhalte. Vielen sind sie zu allgemein gehalten und damit nicht auf die konkreten Themen des eigenen Unternehmens anwendbar. Oder einfach „zu theorielastig“. Dabei handelt es sich nicht um Einzelmeinungen: Jeder dieser Kritikpunkte wird jeweils von 50 bis 60 Prozent der Befragten bestätigt.

 

Autor: Christoph Berdi

 

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