Bücher im Ledereinband

Vor zehn Jahren verschwand mit dem gedruckten Brockhaus eine Institution des deutschen Bildungswesens aus den Regalen der Wohnzimmer. Das Aus für die traditionsreiche und weithin hoch angesehene Lexikonreihe klang nach wie ein Donnerhall. Die digitale Disruption war auch in der Öffentlichkeit angekommen. Das Internet und insbesondere Wikipedia hatten die Informations- und Deutungshoheit über das Wissen der Welt übernommen. Jetzt ist die Marke Brockhaus wieder da. Unter den Fittichen der Schwedischen Nationalezyklopädie hat Brockhaus ein Angebot für den digitalen Bildungsmarkt entwickelt. Für den Bildungsbereich, so das Kalkül des Unternehmens, werden weltweit die meisten öffentlichen Gelder ausgegeben. Und doch hinke der Markt in Sachen Digitalisierung weit hinterher. Mit Komplettlösungen zum Beispiel für Schulen und Hochschulen will Brockhaus an der bevorstehenden Digitalen Transformation der Bildung teilhaben. Dafür präsentiert das Unternehmen Online-Lehrwerke, die Lehrpläne, das klassische Lehrwerksmodell und die Möglichkeiten der digitalen Medien vereinen. In die Privathaushalte findet der Brockhaus, einst Ausweis von Stand und Bildung, vorerst nicht wieder zurück (Brockhaus-geschichte – pdf).

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