Arbeitsmarkt: eine unbequeme Wahrheit

Das aktuelle Interview in der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Onlineausgabe, 28.11.2016) mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) illustriert nach Ansicht von IDD-Sprecher Karl-Heinz Land ein generelles Versäumnis der deutschen Politik: Sie denke die Folgen der Digitalen Transformation für den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft nicht zu Ende. Nahles hält Studienergebnisse, die im Zuge der Digitalisierung den Verlust der Hälfte aller Arbeitsplätze voraussagen, für „Horrorszenarien“. Sie erwarte, dass lediglich zwölf Prozent der Arbeitsplätze potenziell betroffen sein werden. Dieser Einschätzung widerspricht Land vehement. Er hält entsprechende Prognosen – etwa in der grundlegenden Studie „The Future of Employment“ der Oxford University von 2013 – für realistisch: „Die Bundesministerin übersieht die gravierenden Auswirkungen der Dematerialisierung. Es ist eine unbequeme Wahrheit, aber Politik und Gesellschaft müssen sich ihr endlich stellen: 50 Prozent aller Arbeitsplätze stehen auch hierzulande im Risiko.“ Wie bereits im Offenen Brief der Initiative Deutschland Digital an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Entscheider der Parteien fordert Land eine Diskussion über ein lebenswertes Deutschland 4.0, die auch ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht ausklammern dürfe. Mehr dazu: mynewsdesk.com

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