Der digitale CIO: Viele Aufgaben, wenig Zeit

Mehr als 1000 IT-Entscheider hat BT für seinen CIO Report 2016 befragt. Das Ergebnis: Im Zuge der Digitalen Transformation wächst der Einfluss der Chief Information Officers deutlich. Aber auch ihre Belastung.

Die Funktion des CIO ist im Wandel begriffen. Global berichten fast drei Viertel der befragten IT-Entscheider, dass der CIO eine wichtigere Rolle in der Unternehmensführung einnehme als noch vor zwei Jahren. In Deutschland treffen sogar 84 Prozent der Studienteilnehmer diese Aussage. 43 Prozent geben zudem an, dass die CIOs heute mehr Zeit für Fragestellungen aufwenden, die das Unternehmen als Ganzes betreffen.

Aber, so berichtet BT, diese Entwicklung hat auch eine Kehrseite. CIOs fänden kaum noch Zeit, um kreative Lösungen für das Tagesgeschäft zu entwickeln. 61 Prozent der IT-Entscheider insgesamt und 51 Prozent der deutschen haben das Gefühl, der CIO verbringe mehr Zeit damit, die bestehenden IT-Systeme am Laufen zu halten als damit, neue Lösungen zu finden. Dieser Wert ist zwar deutlich besser also noch 2014, als drei Viertel der Befragten diese Kritik äußerten. Aber auch die neue Studie zeigt, dass nach wie vor viel mit den informationstechnischen Altlasten in den Unternehmen zu tun haben.

Mehrere Geschwindigkeiten

Dabei wissen sie nur zu gut, welche Themen sie jetzt angehen sollten. Laut der BT-Studie stehen die Technologietrends Cloud, Mobility und Collaboration sowie Big Data oben auf der Agenda. Dabei rückt die Digitale Transformation eindeutig in den Mittelpunkt ihrer gesamten Aktivitäten. 76 Prozent der großen Unternehmen und Organisationen schreiten dabei im Multi-Speed-Modus voran: Technologie-Initiativen werden mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und Priorität vorangetrieben – aber mit dem CIO als treibende Kraft. Das erfordert mehr Kreativität, höhere Flexibilität und ein dynamischeres Betriebsmodell. Außerdem registrieren zwei Drittel der Befragten, dass sich die Leistungsindikatoren (KPIs) für ihre eigene Leistung rasch verändern. Dabei rückt die Digitale Transformation eindeutig ins Zentrum ihres Aktionsradius’.

Der CIO als Enabler

In 72 Prozent der Unternehmen, die von der neuen BT-Studie erfasst wurden, sind verschiedene Abteilungen damit beschäftigt, IT-Produkte und -Services zu beschaffen und einzusetzen, ohne die IT-Verantwortlichen einzubeziehen (Deutschland: 54 Prozent).

Derweil finden die IT-Abteilungen laut BT offenbar immer mehr Gefallen an einer bereichsübergreifenden, geschäftsunterstützenden Rolle. Sie konzentrieren sich insbesondere auf Datensicherheit, eine leistungsfähigen Infrastruktur und darauf, dass es innerhalb des Unternehmens keine Doppelung der Arbeiten gibt. Diese veränderten Verantwortlichkeiten, so die Einschätzung von BT, prägen die Rolle des digitalen CIO, der über alle Unternehmensbereiche hinweg als „Enabler“ fungiert.

bildschirmfoto-2016-12-07-um-16-18-10Mehr Informationen zum Report „The BT CIO Report 2016 – The Digital CIO“  und den Download finden Sie hier. 

(Beitragsbild: vege / fotolia.de)

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