CeBIT 2017: Tipps für den Messerundgang

Tipps für die CeBit 2017

Die Aussteller der CebIT vom 24. bis 27. März in Hannover werden ein Feuerwerk der Innovationen abbrennen, bei dem kein Trendthema der Digitalen Transformation fehlen dürfte. Für den Rundgang haben wir einige vielversprechende Stationen zusammengestellt:

Internet of Things (IoT)

Konservativ geschätzt werden bis 2020 weltweit mehr als 30 Milliarden Maschinen und Geräte über das Internet vernetzt sein. Mehr als die Hälfte aller neuen Geschäftsprozesse soll dann schon Elemente des Internet of Things (IoT) beinhalten. Wichtige Anlaufstelle für CeBIT-Besucher wird deshalb beispielsweise der M2M/IoT-Pavillon in Halle 12 sein. Dort werden IoT-Lösungen für unterschiedliche Branchen vorgestellt, die auf offenen und industriellen Standards basieren. Im Fokus stehen dabei die nachhaltige Verbesserung von Prozessen und die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle.

Innovationen aus Japan

Die New Energy and Industrial Technology Development Organization (NEDO) aus dem CeBIT-Partnerland wird im Japan-Pavillon Innovationen aus den Bereichen Sensoren, Smart Devices, loT-Technologien, Robotik und künstlicher Intelligenz zeigen. So wird eine batteriefreie RFID-Lösung vorgestellt, mit der die effiziente Nachverfolgung von Fahrzeugteilen oder anderen Metallprodukten möglich wird. Außerdem bringt NEDO den ersten Roboter-Rollstuhl für die sichere Fortbewegung gehbehinderter Menschen auf die CeBIT.

Papierrecycling direkt im Büro

Auf der diesjährigen CeBIT 2017 wird der erste bürotaugliche Papierrecycler Europapremiere feiern: Einmal mit bedrucktem Altpapier befüllt, kann das Paperlab von Epson gleich bis zu 14 neue A4-Seiten pro Minute produzieren. Vereinfacht gesagt zerkleinert die Maschine die Dokumente mit einer speziellen Trockenfasertechnologie. Ohne nennenswerten Einsatz von Wasser bindet sie die Schnipselchen zu neuem Papier. So werden bedruckte Bürodokumente sicher recycelt und vom ursprünglichen Aufdruck bleibt nichts übrig.

Mode digital

Wie wird sich Kleidung in Zukunft anfühlen, und wie wird sie aussehen? Modedesign-Studierende der Hochschule Hannover präsentieren ihre Vision zukünftiger Bekleidung – mit innovativen Materialien, neuen und nachhaltigen Technologien wie 3D-Druck und virtuelle Anproben. Am CeBIT-Freitag, 24. März, präsentiert sich der Fachbereich Modedesign im Rahmen von „Rock the Blog“ bei den CeBIT Global Conferences.

Künstliche Intelligenz

Wie schnell die Entwicklung der künstlichen Intelligenz voranschreitet, hat Costas Bekas, Principal Scientist und Manager Foundation of Cognitive Computing von IBM Research in Zürich, auf einem Vorabevent der CeBIT berichtet. Demnach wird IBMs kognitives System Watson neuerdings bei einem Pilotprojekt am Rhön-Klinikum eingesetzt wird. „Früher dauerte die Diagnose seltener Krankheiten Wochen, dank Watsons Intelligenz genügen Sekunden“, beschrieb Bekas die Vorteile der KI. Einen spannenden Showcase zu den Themen „Autonome Systeme“ und „Internet of Things“ verspricht der Stand „Vernetzte Autonome Systeme“ von Acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften in Kooperation mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH und der Deutschen Messe AG. Zu den Höhepunkten des Standes gehört der Industrieroboter „Franka Emika“, der unter anderem in der Lage ist, seinesgleichen völlig autonom zusammenzubauen.

E-Mobility

Das European 4.0 Transformation Center (E4TC) auf dem RWTH Aachen Campus befasst sich mit der Frage, wie digitale Prozesse die Herstellung von Elektrofahrzeugen unterstützen können und zeigt in Hannover das Elektroauto eGO Life. Dank modularer und vernetzter Bauweise lassen sich die Entwicklungs- und Produktionskosten des Cityfahrzeugs radikal reduzieren. Für die CeBIT hat das E-Mobility-Startup neben dem Design-Modell zudem das e.O Life Rolling Chassis für den Einsatz der Augmented Reality angekündigt.

Autonomes Fahren

Noch einen Schritt weiter geht das selbstfahrende Auto, das in fünf Jahren auf Deutschlands Straßen Realität werden soll. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das FZI Forschungszentrum Informatik stellen bei ihrem gemeinsamen CeBIT-Auftritt das „Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg“ vor. Auf einer virtuellen Testfahrt können CeBIT-Besucher das Konzept des Projektversuchs im Raum Karlsruhe kennenlernen, der Ende 2017 starten soll. Der Fokus der Präsentation liegt auf der Darstellung autonomer Funktionen sowie der Verknüpfung mit der örtlichen Infrastruktur.

Volkswagen, Deutsche Bahn und die Start-ups

Der Volkswagen-Konzern übernimmt in diesem Jahr die Rolle des „Community Captain“ für die Bereiche Mobility and Automotive, Logistics and Transportation und Smart Cities im Start-up-Areal „Scale 11“. Dort wird der Konzern seine Zukunftspläne für die Digitalisierung präsentieren. Im Fokus: der Ideation Hub als erste Anlaufstelle für Startups. Besondere Spannung verspricht auf der CeBIT ein Blick in vielfältige Projekte der IT-Labs von Volkswagen: Jedes Lab konzentriert sich auf ein IT-Zukunftsfeld wie Big Data, Machine Learning, Smart Factory, Virtual Engineering oder Advanced Analytics. Ebenfalls bei Scale 11 vertreten ist die Deutsche Bahn. Sie will bis 2018 eine Milliarde Euro in Digitalisierungsprojekte zu investieren. Außerdem stehen bis 2019 zusätzlich 100 Millionen Euro für Gründer bereit. Die DB zeigt unter anderem den ersten autonom fahrenden Bus in Deutschland sowie eine als „revolutionär“ angekündigte Soundtechnologie, die Ansagen in Bahnhöfen verständlicher machen soll.

Als „Weltmesse für digitales Business“ mach die CeBIT ihrem Ruf auch in diesem Jahr alle Ehre. 3000 Aussteller werden erwartet. In 2000 Keynotes und Vorträgen werden Besucher auf den neusten Stand der Digitalen Transformation gebracht. Wer angesichts dieser Vielfalt seinen Besuch sorgfältig planen möchte, findet eine erste Anlaufstelle auf der Website der Messe.

(-ber)

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