Der Mensch im Mittelpunkt

Fujitsu World Tour

„Human Centric Innovation – Digital Co-Creation“: Unter diesem Motto läuft die Fujitsu World Tour 2017 um den Globus. Dr. Rolf Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung Fujitsu Technology Solutions GmbH und Head of Central Europe, gibt einen Ausblick auf den Event am 23. Mai in Berlin.

Die Fujitsu World Tour macht Halt in 22 Ländern und dürfte insgesamt an die 14.000 Menschen erreichen. Auf welche Inhalte legen Sie  in Berlin den Fokus?

Der Fokus der Fujitsu World Tour bei uns in Deutschland liegt im Wesentlichen auf zwei Themenkomplexen: erstens auf der fortschreitenden Digitalen Transformation in all ihren Ausprägungen und vielen konkreten Lösungen, die wir bereits gemeinsam mit unseren Kunden in „Co-Creation“ realisiert haben; zweitens auf den neuesten Innovationen aus den Fujitsu Laboratories, die von Forschern und Wissenschaftlern rund um den Globus entwickelt wurden, um Unternehmen und Verwaltungen bei der Digitalisierung zu unterstützen. Dazu gehören unter anderem Themen wie Künstliche Intelligenz, das Internet of Things (IoT) oder Industrie 4.0 und Cloud genauso wie zum Beispiel Cyber-Security. Daneben werden auf der Fujitsu World Tour in Berlin auch Lösungen und Best Practices für verschiedenste Branchen gezeigt, etwa für Banken und Versicherungen, Maschinenbau, Transport und Verkehr sowie die öffentliche Hand.

Wo liegen aus Ihrer Sicht Licht und Schatten der deutschen Wirtschaft in der Digitalen Transformation?

Deutschland ist im internationalen Vergleich sehr stark in den Bereichen Produktion und Mittelstand. Das bedeutet mehr denn je eine enge Verzahnung und wachsende Abhängigkeiten in vertikalen Supply Chains, aber auch hohe Innovationskraft und gigantische Chancen auf dem Weltmarkt. Vielen Unternehmen fällt es schwer, das richtige Gleichgewicht zu finden zwischen Investitionen in neue, digitale Technologien und Märkte, ohne dabei bestehende Absatzchancen zu vernachlässigen oder gar zu riskieren. Dafür bedarf es eines Partners, der sowohl lokale als auch globale Märkte kennt, der mit diesen Unternehmen gemeinsam Chancen und Risiken bewertet und sie mit dem richtigen Augenmaß bei technologischen Veränderungen begleitet.

Vielen Unternehmen fällt es schwer, das richtige Gleichgewicht zu finden zwischen Investitionen in neue, digitale Technologien und Märkte, ohne dabei bestehende Absatzchancen zu vernachlässigen oder gar zu riskieren.

Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz, Cloud und Security stehen laut Fujitsu im Zentrum der Digitalen Transformation. Wie wirken diese Trends zusammen und wie verändern sie die Unternehmen?

Kaum jemand kann heute schon vollständig abschätzen, welche tatsächlichen Potenziale in diesen neuen Technologien stecken. Wir stellen während der vielen Projekte, die wir gemeinsam mit unseren Kunden realisieren, fest, dass die Einsatzmöglichkeiten wirklich gigantisch sind. Zum Beispiel arbeiten wir gerade mit einem der größten deutschen Autovermieter an der digitalen Zukunft. Hierbei geht es schon längst nicht mehr nur um das Mieten von Autos oder um das optimale Management des Fuhrparks. Vielmehr steht die Frage im Vordergrund, wie man künftig urbane und globale Mobilität gestalten kann. Diese Frage kann ein Unternehmen aber kaum mehr alleine beantworten. Deshalb bringen wir unsere Kunden wie zum Beispiel Toyota mit ins Spiel und schauen – sozusagen in „Co-Creation“ – was sich daraus entwickelt. Gleichzeitig arbeiten wir mit Institutionen und Vereinigungen zusammen. So führen wir etwa mit dem Münchner Kreis eine Studie zum Thema Mobilität 2025+ durch. Deren Ergebnisse werden übrigens Ende Mai in Berlin präsentiert und mit Spannung erwartet.

Das Motto der diesjährigen World Tour lautet „Human Centric Innovation – Digital Co-Creation”. Wurde bislang vor lauter Technik zu wenig an die Menschen gedacht, die in der zunehmend digitalen Arbeitsumgebung produktiv sein müssen?

Die Rolle des Menschen ist ein zentraler, jedoch oft in der Diskussion vernachlässigter Aspekt. Wenn man die aktuelle Debatte zum Thema Künstliche Intelligenz in den Medien betrachtet, wird dort oft über Roboter oder Computer gesprochen, die den Menschen angeblich künftig vollständig ersetzen werden. Wir glauben nicht, dass das so sein wird und haben uns als Fujitsu einem anderen Weg verschrieben: Wir möchten Technologien und Lösungen entwickeln, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen und ihm helfen, sein Potenzial und seine Fähigkeiten optimal zu nutzen und weiter zu entwickeln. Für uns steht bei allem, was wir tun, die Frage im Mittelpunkt: Wie hilft das dem Menschen, der es nutzen soll, weiter? Und dabei spielt das Thema Co-Creation – also die gemeinsame Entwicklung von Ideen und deren Umsetzung mit dem Kunden – natürlich eine wichtige Rolle. Dieser Ansatz ist generell für Unternehmen von Vorteil: Nach einer Studie, die Fujitsu durchgeführt hat, sind Unternehmen, die sich mit den Herausforderungen der Digitalen Transformation beschäftigen und dabei Partner und Kunden einbinden, deutlich erfolgreicher. Und genau so gehen wir auch vor.

Wir möchten Technologien und Lösungen entwickeln, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen und ihm helfen, sein Potenzial und seine Fähigkeiten optimal zu nutzen und weiter zu entwickeln.

Als ein Highlight der World Tour gilt das Fujitsu Innovation Gathering. Welche Themen wird Fujitsu adressieren?

Das Innovation Gathering ist die Plattform, auf der sich IT-Experten, Forscher und Entwickler aus aller Welt über die neuesten Innovationen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, IoT, Cloud oder Security austauschen und diese diskutieren. Einige Beispiele für Fragen, mit denen wir uns dort auseinandersetzen wollen, sind: Wie können wir mit Hilfe von künstlicher Intelligenz den Wirkungsgrad regenerativer Energien erhöhen oder die Heilungschancen von Krankheiten drastisch verbessern? Wie können wir in der Finanzbranche Blockchain-Transaktionen noch sicherer machen? Oder wie können Industrieunternehmen ihre internen Entwicklungs- und Produktionsabläufe mit Deep-Learning-Methoden optimieren? Sie sehen, wirklich sehr spannende Fragen. Antworten darauf gibt es am 23. Mai in Berlin.

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Über Fujitsu

Fujitsu gilt als führender japanischer Anbieter von Informations- und Telekommunikations-basierten Geschäftslösungen. Mit rund 156.000 Mitarbeitern betreut das Unternehmen Kunden in mehr als 100 Ländern. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte Fujitsu Limited mit Hauptsitz in Tokio, Japan, einen konsolidierten Jahresumsatz von 4,7 Billionen Yen (41 Milliarden US-Dollar).

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