Ein digitales Upgrade für den Arbeitsplatz

Mehr Power durch die Cloud (© sdecoret | fotolia.de)

Viele Unternehmen stecken in einer großen Digitalisierungsoffensive. Dabei dürfen sie nicht vergessen, dass Business 4.0 auch angepasste Konzepte für den Arbeitsplatz des Mitarbeiters erfordert. Am besten funktioniert das mit neuen Strategien und Technologien für den Digital Workplace.

Autor: Diethelm A. Siebuhr

In einer Welt, in der immer mehr zeitliche und räumliche Flexibilität gefragt sind, brauchen Unternehmen neue Lösungen, die zum veränderten Arbeitsalltag ihrer Mitarbeiter passen. Heute sind mit Märkte, Partner, Kunden und Anbieter weltweit miteinander vernetzt. Starre und ortsgebundene Modelle funktionieren immer weniger und auch Mitarbeiter wünschen sich andere Wege der Zusammenarbeit. Zusätzlich finden Workloads und Prozesse zunehmend digital statt. Mitarbeiter brauchen einen direkten Draht zu ihrer vernetzten Umgebung und Arbeitswelt. Der Digital Workplace ist daher für viele Unternehmen ein zentrales Thema: Der Research-Spezialist IDC hat in seiner Studie „Advanced Workplace Strategies in Deutschland 2016“ ermittelt, dass die Modernisierung der Arbeitsplätze nach der Sicherheit das wichtigste Handlungsfeld für Unternehmen in den kommenden Jahren darstellt.

Neue Modelle und Konzepte für das digitale Arbeiten ergeben sich nicht nur durch die veränderten Rahmenbedingungen im Internet of Things oder in der Industrie 4.0, sondern auch durch die Mitarbeiter selbst: 46 Prozent der befragten Young Professionals sind mit ihrer aktuellen Situation unzufrieden. Generell wünschen sich aber Mitarbeiter aller Altersklassen modernere Arbeitsplätze. Heute wollen Mitarbeiter zunehmend selbstbestimmt, flexibel mobil arbeiten und die Vorteile technologischer Innovationen nutzen, die ihnen das erleichtert.

Mehr Power durch die Cloud

Für mobiles Arbeiten ist es nicht einfach damit getan, seinen Mitarbeitern ein Smartphone in die Hand zu drücken. Zum einen sprengen – je nach Berufsprofil – die für den Joballtag notwendigen Anwendungen und Tools die Kapazitäten der kleinen Geräte. Zum anderen haben viele den Wunsch, sich auch aus dem Homeoffice oder auf Dienstreisen mit Kollegen, Projektteams und Kunden auszutauschen. Dafür gibt es heute zahlreiche Collaboration Tools mit diversen Features, die die IT-Abteilungen der Unternehmen auf Trab halten. Es ist aufwändig, alle gewünschten Anwendungen und Updates sowie Endgeräte in die IT-Infrastruktur einzupflegen und aktuell zu halten.

Im Idealfall erfüllt eine intelligente Lösung die Anforderungen der Mitarbeiter, ohne die eigene IT-Abteilung zusätzlich zu belasten. Dafür bieten sich Lösungen wie „Desktop as a Service“ (DaaS) aus der Cloud an. Bei DaaS loggen sich Mitarbeiter mit einem Laptop oder Tablet über einen Internet-Browser auf einem zentralen Portal ein und erhalten Zugriff auf ihren personalisierten Desktop-Arbeitsplatz, der alle notwendigen Programme und Anwendungen für ihre Aufgaben bereitstellt. Unternehmen beziehen damit virtuelle Desktops aus einer Self-Service Desktop Cloud als Managed Service. Jegliche Anwendungen und Daten befinden sich dabei nicht etwa auf den mobilen Endgeräten, sondern auf den Servern des Service Providers. Das hat mehrere Vorteile: Zum einen erhalten Nutzer standort- und geräteunabhängig Zugriff auf ihre gewohnte Arbeitsumgebung. Zum anderen erzeugt die Serverpower im Hintergrund von DaaS eine deutlich bessere Leistung, da die Anwendungen direkt auf den Cloud-Servern laufen. Diese sorgen mit mehr CPUs und Storage beim mobilem Arbeiten für eine schnellere Datenverarbeitung und mehr Speicherplatz. Arbeiten größere Teams gemeinsam an einem Projekt, ermöglicht DaaS eine konstruktive Zusammenarbeit, auch wenn jedes einzelne Teammitglied an einem anderen Ort arbeitet. Der aktuelle Projektstand oder Präsentationen sind zu keinem Zeitpunkt auf lokalen Geräten gesichert, sondern jederzeit über die zentralen Server abrufbar. Positiver Nebeneffekt: Bei Verlust oder Beschädigung des Gerätes sind die Daten nicht verloren.

Fazit

Die Herausforderung neue Arbeitsplatzkonzepte zu schaffen, ist ein wichtiges Anliegen für Unternehmen, die sich bereits im Digitalisierungsprozess befinden. Konzepte für den Digital Workplace wie Desktop as a Service bieten dafür einen einfachen Weg. Sie bilden die Basis für neue Modelle wie Homeoffice oder mobiles Arbeiten und bieten der eigenen IT-Abteilung kontrollierbare und Compliance-konforme Lösungen.

Autor:

Diethelm A. Siebuhr, Geschäftsführer der Nexinto Holding

Diethelm A. Siebuhr, Geschäftsführer der Nexinto Holding

Diethelm A. Siebuhr ist Geschäftsführer der Nexinto Holding.